Luftdruck prüfen und Ventilarten an Fahrräder

 

Bild Fahrrad-VentileWie oft sollte man den Luftdruck prüfen?
Der Luftdruck sollte mindestens zweimal pro Monat geprüft werden und wenn erforderlich korrigiert werden. Ein Druckverlust von 1 bar pro Monat ist normal.
Bei der Verwendung von Latex-Schläuchen sollte man den Luftdruck vor jeder Fahrt kontrollieren.
Wichtig:
Benutzen Sie einen Luftdruckprüfer um den Reifendruck einzustellen.
Die verbreitete Überprüfung per Daumendruck ist nicht zuverlässig, da sich ab ca. 2 Bar alle Reifen stramm anfühlen. Hier gibt es den richtigen » Luftdruck-Prüfer.
In der Anleitung wird gezeigt wie man den Luftdruck prüft an folgende Ventilarten: SV= Sclaverandt-Ventile, DV= Normal-Ventil, AV= Autoventil. Der zulässige Luftdruck ist vom Reifen (je nach Größe) abhängig und steht auf der Reifenflanke. Siehe auch die » Tabelle-Luftdruck. Bevor man sich das Video anschaut Luftdruck prüfen, sollte man die » Infos lesen "was muss beim Lufrdruck prüfen beachtet werden".

Luftdruck prüfen und wenn erforderlich nach füllen


Richtwerte Luftdruck Fahrradreifen
Reifen-
Breite
Körpergewicht
ca. 60kg ca. 85 kg ca. 110 kg
  Luftdruck in Bar
25 mm 6.0 7.0 8.0
28 mm 5.5 6.5 7.5
32 mm 4.5 5.5 6.5
37 mm 4.0 5.0 6.0
40 mm 3.5 4.5 6.0
47 mm 3.0 4.0 5.0
50 mm 2.5 4.0 5.0
55 mm 2.0 3.0 4.0
60 mm 2.0 3.0 4.0
 

Text-Anleitung Luftdruck prüfen

Zum prüfen des Luftdruckes entfernen Sie die aufgeschraubten Kunststoffkappen. Bild-Luftdruck-Prüfer
Beim Sclaverand-Ventil (SV) müssen Sie zusätzlich die kleine Rändelschraube am Ventil-Kopf lösen.
Tippen Sie jetzt leicht gegen den Ventilkopf damit sich dieser löst.
Hierbei stößt etwas Luft aus dem Ventil. Zum überprüfen des Luftdruckes kaufen Sie sich ein Manometer.
Besser geeignet sich jedoch eine Standpumpe mit Manometer. Eine Handpumpe ist oft für höhere Drücke
(über 5,0 Bar) nicht geeignet.
Der vom Hersteller empfohlene Luftdruck ist auf der Flanke des Reifens in PSI angegeben.
In der folgenden Tabelle können Sie den Luftdruck in Bar ablesen:
Faktor für Umrechnung = 1 Bar = 14,50 PSI
Achtung: Nach dem prüfen des Luftdruckes beim SV-Ventil die Rändelschraube wieder festziehen und  die Kunststoff-Kappen aufschrauben.
Luftdruck:
PSI->  
30   40   50   60   70   80    90   100   110   120
Bar->  2,1  2,8  3,5  4,1  4,8  5,5    6,2   6,9   7,6    8,3



1.0  Was sollte man beim Luftdruck des Fahrradreifens beachten? 

Der Luftdruck eines Fahrradreifens ist für den Fahrkomfort, die Fahrsicherheit beim Fahren und die Lebensdauer des Reifes ein wichtiger Faktor. Je nachdem welcher Luftdruck in den Schlauch vorhanden ist, wird die Fortbewegung durch den Rollwiederstand einfacher oder schwieriger. Auch die Lebensdauer des Reifens hängt vom Druck ab.
Ist der Luftdruck zu niedrig, was häufig der Fall ist, kommt es zu Rissen in der Reifenflanke und der Verschleiß ist deutlich höher, auch kann der Reifen am Fahren abspringen. Um hier vorzubeugen sollte man wissen, welcher Reifendruck für den montierten Fahrradreifen der optimale ist und wie man diesen überprüfen kann.

Der richtige Luftdruck für den Reifen

Es lässt sich nicht sagen, welcher Luftdruck im Fahrradreifen der optimale ist.
Er hängt vom Gewicht des Fahrers und der Belastung der Reifen ab.
Auch sind für den Luftdruck im Reifen eigene Vorlieben wichtige Faktoren, wie geringer Rollwiderstand oder auch der Federungskomfort ist entscheidend für den gewählten und Luftdruck.
Auf jedem Reifen ist an der Felgenflanke angegeben welcher Druck (Max/Min) für den Reifen zulässig ist.
Der Rollwiderstand ist beim höheren Luftdruck geringer.
Verschleiß und die Pannenanfälligkeit des Reifens sind bei höherem Druck im Reifen niedriger.
Eine grobe Orientierung für den zu empfehlenden Luftdruck kann man allerdings anhand der Reifenbreite geben.
Man sollte erst mal den Maximal- und Minimaldruck aus der Reifenflanke entnehmen und den Reifen in etwa auf den Mittelwert dieser Angaben aufpumpen. Der Reifendruck ist auch immer abhängig vom Gewicht des Fahrers.
Sollte der Reifen nach dem Aufsteigen noch platt wirken, kann durchaus noch ca. 0,5 bar hinzugegeben werden.

Luftdruck vom Reifen auf Waldwege und im Gelände


Weniger Reifendruck ist angebracht, wenn man beispielsweise mit dem Trekkingrad, Crossrad oder dem MTB im Gelände unterwegs ist. Bei Downhill-Fahrten mit dem Mountainbike ist der Luftdruck nach unten zu korrigieren, jedoch nicht unter dem Minimal-Druck. Beim unebenen Untergrund kann der Reifen so leichter nachgeben und die Traktion ist deutlich besser und ein Reifenschaden kann vermieden werden. Ist der Druck zu hoch gewählt, kann der Reifen schnell platzen.
Der richtige Druck ist auch wichtig, wenn man einen unplattbaren Reifen fährt.