Erforderliches Hilfsmittel: Dämpferpumpe und Kabelbinder.
1.1
Negativ-Federweg beim Luftdämpfer einstellen.
Schieben Sie den O-Ring am Dämpfer (siehe N) ganz zurück gegen die
Anlagefläche.
Setzen Sie sich in der Fahrposition auf das Rad. Achtung: Nicht
Wippen und ruhig sitzen.
Steigen Sie vom Rad. Der O-Ring hat sich durch das Körpergewicht
verschoben.
Messen Sie nun den Abstand zwischen der Anlagefläche und dem O-Ring.
Dieser Abstand ist der Negativ-Federweg.
Den Gesamt-Federweg erfahren Sie aus Ihren Dämpfer Unterlagen.
Der Nagativ-Federweg sollte sein: a) Cross Country-Einsatz
16 bis 25 Prozent vom Gesamtfederweg .
b) Freerider und Downhil-Einsatz bis zu 40 Prozent
vom Gesamtfederweg .
Entspricht das Federungs-Verhalten nicht Ihren Vorstellungen, müssen
Sie den Dämpfer
entweder weicher oder härter einstellen. In der Bedienungsanleitung
des Dämpfer-Herstellers finden
Sie eine Anleitung für den entsprechenden Druck zu Ihrem Körpergewicht.
Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer des Dämpfers mit diesen Druck
auf.
Geben Sie ca. 0,5 bis 1,0 Bar dazu, da dieser Wert in der Regel
beim Abschrauben der Pumpe vom Ventil wieder verloren geht.
Achtung: Die Maximal-Werte nicht überschreiten.Haben
Sie zu viel Druck in der
Luftkammer, kann dieser über den Ablassknopf an der Pumpe wieder
abgelassen werden.

1.1
Negativ-Federweg bei Dämpfer mit Stahlfeder einstellen.

Messen Sie zunächst die Distanz vom Sattelende bis zu Hinterachse
im
unbelasteten Zustand. Setzen Sie sich dann aufs Rad.
Eine zweite Person misst den Anstand im belasteten Zustand.
Die Differenz der beiden Messungen ist der Nagativ-Federweg.
Entspricht der Federweg nicht Ihren Erwartungen, muss die Rändelmutter
der Stahlfeder bei zu viel Negativ-Federweg mehr vorgespannt werden.
Ansonsten die Rändelmutter lösen. Muss die Vorspannung mehr als
fünf
Umdrehungen zu gedreht werden, braucht man eine stärkere Feder.

1.2 Zugstufendämpfung einstellen.
Mit der Zugstufe stellen Sie die Ausfedergeschwindigkeit
des Dämpfers ein.
Die Zugstufendämpfung liefert einen wichtigen Beitrag für die Reifentraktion
und Fahrsicherheit.
Ist die Zugstufe ausgeschaltet (ganz aufgedreht), federt der Dämpfer
schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen.
Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (ganz zugedreht), federt
der Dämpfer zu
langsam aus. Der Hinterbau (Federung) kann Unebenheiten und Schlägen
im Gelände
nicht folgen. Die Zugstufenverstellung befindet sich bei den meisten
Dämpfern am hinteren Ende
der Dämpferaufnahme blaue Rädelscheibe (siehe Bild 1 - D).
Drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu (mit einem „+“ oder Pfeil
gekennzeichnet).
Zur Grobeinstellung der Dämpfung eignet sich der Bordsteintest,
man fährt mit ca. 12-18 Km den Bordstein
hinunter. Achtung: Dabei im Sattel sitzen bleiben.
Der Hinterbau federt ein und anschließend kaum noch aus, ist die
Zugstufendämpfung zu schwach eingestellt.
Drehen Sie die Zugstufe am Stellrad nun Rasterung für Rasterung
heraus und wiederholen Sie die Fahrt über den Bordstein.
Der Hinterbau sollte nach dem Einfedern einmal komplett AUS- und
zur Hälfte ( ca. 1,5 Mal nachschwingen)
wieder EINFEDERN. Der Dämpfer muss ohne Rückschlag ausfedern und
sollte beim Ausfedern nicht anschlagen.
1.3 Feinabstimmung.
Für die Feinabstimmung des Fahrwerks eignet Sie am besten
eine Standardstrecke die man öfter fährt.
Die Strecke sollte möglichst viele Strecken-Abschnitte haben wie:
Lange Bodenwellen, Anstiege und kurze Schläge.
Haben Sie einen Dämpfer mit Stahlfeder beginnen Sie mit der Druckstufe.
Die Druckstufe dient dazu die Feder zu unterstützen um Durchläge
zu verhindern.
Wenn die Federhärte richtig ist, reicht es die Druckstufe auf die
weichste Stufe zu stellen.
Jetzt die Feineinstellung der Zugstufen-Dämpfung vornehmen.
Eine zu harte Zugstufe macht sich bemerkbar, dass die Federung den
Schlägen der Strecke nicht folgen
kann (siehe Bild 3).
Das Fahrwerk sackt ein und ist nicht mehr komfortabel. Ist die Zugstufe
zu weich, verhält sich das Fahrwerk bei Bodenwellen unruhig und
die Reifen haben weniger Bodenkontakt.
2.0 Spezial-Einstellungen.
2.1 Touren-Fahrer.
Der Fahrkomfort steht für Tourenfahrer an erster Stelle.
Deshalb gilt hier für die Federung meist so weich wie möglich. Besonders
wichtig ist das Ansprechen der
Federung auf kleine Schläge. Stellen Sie die Federgabel etwas weicher
ein als den Dämpfer, sonst reagiert
sie bei Gewichtsverlagerung bergauf nicht auf kleine Schläge.
2.2 Cross Country und Race.
Für Cross Country- und Race-Fahrer spielt der Komfort meist keine
große Rolle. Wichtig ist der direkte Fahrbahnkontakt und eine gute
Kraftübertragung. Bei diesem Einsatz fährt man mit weniger Negativ-Federweg.
2.3 Freerider und Enduro-Bikes.
Wegen der Gewichtsverlagerung nach vorne, sollte man bei
diesem Radtyp, die Federung vorne etwas härter und hinten weicher
einstellen. So hat man die optimale Leistung im Hinterbau.
Die Zugstufendämpfung stellt man je nach Strecke: Strammer für gutes
Beherrschen auf schwierigen Strecken.
Weicher auf schnellen Pisten mit einem guten Schluckvermögen.
Einstellungs-Anleitungen für verschiedene
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