RockShox und Fox-Dämpfer abstimmen am Hinterbau
und Setup durchführen

Es wird gezeigt wie man einen RockShox und Fox-Dämpfer an einem Gaint richtig abstimmt.
In dem man den Negativ-Federweg auch Nachgiebigkeit genannt, die Druckstufe und die
Zugstufe einstellt bezogen auf das Körpergewicht des Fahrers und deren Fahreigenschaften und
dem Biketyp. Siehe auch die Text- und Bild-Anleitung » Hinterbau abstimmen.

1.0 Video-Anleitung Hinterbau-Dämpfer abstimmen und Setup durchführen

 


2.0  Text-Anleitung Hinterbaudämpfer richtig abstimmen 

2.1 Negativ-Federweg beim Luftdämpfer einstellen
Den O-Ring am Dämpfer (siehe N) ganz zurück schieben gegen die Anlagefläche.
Setzen Sie sich in der Fahrposition auf das Rad. Achtung: Nicht Wippen und ruhig sitzen.
Steigen Sie vom Rad. Der O-Ring hat sich durch das Körpergewicht verschoben.
Messen Sie nun den Abstand zwischen der Anlagefläche und dem O-Ring.
Dieser Abstand ist der Negativ-Federweg.
Den Gesamt-Federweg erfahren Sie aus Ihren Dämpfer Unterlagen.
Der Nagativ-Federweg sollte sein:
a)  Cross Country-Einsatz 15 bis 22 Prozent vom Gesamtfederweg
b)  Freerider und  Downhil-Einsatz  bis zu 38 Prozent  vom Gesamtfederweg 
Entspricht das Federungs-Verhalten nicht Ihren Vorstellungen, müssen Sie den Dämpfer
entweder weicher oder härter einstellen. In der Bedienungsanleitung des  Dämpfer-Herstellers finden Sie eine Anleitung für den entsprechenden Druck zu Ihrem Körpergewicht.
Pumpen Sie die Positiv-Luftkammer des Dämpfers mit diesen Druck auf.
Geben Sie ca. 0,5 bis 1,0 Bar dazu, da dieser Wert in der Regel beim Abschrauben der Pumpe vom Ventil wieder verloren geht.
Achtung: Die Maximal-Werte nicht überschreiten. Haben Sie zu viel Druck in der
Luftkammer, kann dieser über den Ablassknopf an der Pumpe wieder abgelassen werden.
Hinterbau-Federung2.2 Negativ-Federweg bei Dämpfer mit Stahlfeder einstellen
Messen Sie zunächst die Distanz vom Sattelende bis zu Hinterachse im 
unbelasteten Zustand. Setzen Sie sich dann aufs Rad.  
Eine zweite Person misst den Anstand im belasteten Zustand.  Luftdruck erhöhen
Die Differenz der beiden Messungen ist der Nagativ-Federweg. 
Entspricht der Federweg nicht Ihren Erwartungen, muss die Rändelmutter  
der Stahlfeder bei zu viel Negativ-Federweg mehr vorgespannt werden.  
Ansonsten die Rändelmutter lösen. Muss die Vorspannung mehr als fünf
Umdrehungen zu gedreht werden, braucht man eine stärkere Feder.
2.3  Zugstufendämpfung einstellen
Mit der Zugstufe stellen Sie die Ausfedergeschwindigkeit des Dämpfers ein.
Die Zugstufendämpfung liefert einen wichtigen Beitrag für die Reifentraktion und
Fahrsicherheit. Ist die Zugstufe ausgeschaltet (ganz aufgedreht), federt der Dämpfer schnell aus und würde im Gelände unkontrolliert springen.
Ist die Zugstufe zu langsam eingestellt (ganz zugedreht), federt der Dämpfer zu langsam aus. Bild-Hinterbau
Der Hinterbau (Federung) kann Unebenheiten und Schlägen im Gelände nicht folgen.
Die Zugstufenverstellung befindet sich bei den meisten Dämpfern am hinteren Ende der
Dämpferaufnahme blaue Rädelscheibe (siehe Bild 1 - D).
Drehen Sie die Zugstufe zuerst ganz zu (mit einem „+“ oder Pfeil gekennzeichnet).
Zur Grobeinstellung der Dämpfung eignet sich der Bordsteintest, man fährt mit ca. 12-18 Km den Bordstein hinunter. Achtung: Dabei im Sattel sitzen bleiben.
Der Hinterbau federt ein und anschließend kaum noch aus, ist die Zugstufendämpfung zu schwach eingestellt. Drehen Sie die Zugstufe am Stellrad nun Rasterung für Rasterung heraus und wiederholen Sie die Fahrt über den Bordstein.
Der Hinterbau sollte nach dem Einfedern einmal komplett AUS- und zur Hälfte ( ca. 1,5 Mal nachschwingen) wieder EINFEDERN. Der Dämpfer muss ohne Rückschlag ausfedern und sollte beim Ausfedern nicht anschlagen.
2.4  Feinabstimmung.
Für die Feinabstimmung des Fahrwerks eignet Sie am besten eine Standardstrecke die man öfter fährt.
Die Strecke sollte möglichst viele Strecken-Abschnitte haben wie: Lange Bodenwellen, Anstiege und kurze Schläge. 
Haben Sie einen Dämpfer mit Stahlfeder beginnen Sie mit der Druckstufe.
Die Druckstufe dient dazu die Feder zu unterstützen um Durchläge zu verhindern.
Wenn die Federhärte richtig ist, reicht es die Druckstufe auf die weichste Stufe zu stellen.
Jetzt die Feineinstellung der Zugstufen-Dämpfung vornehmen.
Eine zu harte Zugstufe macht sich bemerkbar, dass die Federung den Schlägen der Strecke nicht folgen kann (siehe Bild 3). Das Fahrwerk sackt ein und ist nicht mehr komfortabel. Ist die Zugstufe zu weich, verhält sich das Fahrwerk bei Bodenwellen unruhig und die Reifen haben weniger Bodenkontakt.
3.0  Spezial-Einstellungen
3.1  Touren-Fahrer
Der Fahrkomfort steht für Tourenfahrer an erster Stelle.
Deshalb gilt hier für die Federung meist so weich wie möglich. Besonders wichtig ist das Ansprechen der
Federung auf kleine Schläge. Stellen Sie die Federgabel etwas weicher ein als den Dämpfer, sonst reagiert
sie bei Gewichtsverlagerung bergauf nicht auf kleine Schläge.
3.2  Cross Country und Race
Für Cross Country- und Race-Fahrer spielt der Komfort meist keine große Rolle. Wichtig ist der direkte Fahrbahnkontakt und eine gute Kraftübertragung. Bei diesem Einsatz fährt man mit weniger Negativ-Federweg.
3.3  Freerider  und Enduro-Bikes
Wegen der Gewichtsverlagerung nach vorne, sollte man bei diesem Radtyp, die Federung vorne etwas härter und hinten weicher einstellen. So hat man die optimale Leistung im Hinterbau.
Die Zugstufendämpfung stellt man je nach Strecke: Strammer für gutes Beherrschen auf schwierigen  Strecken und weicher auf schnellen Pisten mit einem guten Schluckvermögen.
Einstellungs-Anleitungen für verschiedene »  Dämpfer finden Sie hier
Weitere Seiten zum Thema Fahrwerk finden Sie hier »  Hinterrad-Federungen  

4.0  Wie kann man das Spiel an der Hinterrad-Federung prüfen  
Heben Sie das Bike am Sattel hoch und versuchen das Hinterrad seitwärts hin- und herzubewegen.
Wenn das möglich ist, hat entweder die Hinterradnabe spiel oder die Lagerung des Hinterbaues.
Um das Spiel am Federbein zu überprüfen, dass Hinterrad auf den Boden und stellen und wieder hochheben.
Achten Sie dabei auf Klappergeräusche.