Erforderliches Hilfsmittel: Dämpferpumpe und Kabelbinder.
1.1 Negativ-Federweg einstellen.

Staubkappe (wenn vorhanden) vom Standrohr entfernen.
Kabelbinder am unteren Ende der Standrohre anbringen.
Rad an die Wand stellen und aufs Rad setzen. Die Standrohre tauchen
jetzt ein und der Gabelbinder schiebt sich nach oben. Der Nagativ-Federweg
ist der Abstand zwischen
dem Gabelbinder bis Ende Standrohr (Dichtung) .
Die Federgabel sollte bei Touren-Fullys einen Nagativ-Federweg von
16 - 25 Prozent vom Gesamtfederweg haben. Bei Enduro- und Freerider-Biks
liegt der Nagativ-Federweg zwischen 30 bis 35 Prozent.
Ist der Nagativ-Federweg höher, muss der Luftdruck in der Hauptkammer
erhöht werden.
Den Deckel der Positiv-Luftkammer abschrauben. Je nach Hersteller
ist die Luftkammer unterschiedlich an den Tauch/Standrohren angebracht.
Beachten Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers.
Schrauben Sie die Dämpfer- und Gabelpumpe auf das Ventil (gibt es
im Fachhandel).
Den Luftdruck schrittweise um 1 BAR = ca.15 PSI erhöhen.
Noch mal auf das Rad setzen und die Stellung des Kabelbinder prüfen.
Der Negativ-Federweg sollte nun zwischen 16 - 25 Prozent des Gesamt-Federweges
liegen.
1.2 Zugstufe (Rebound) einstellen.

Mit der Zugstufe stellen Sie die Geschwindigkeit ein, mit der die
Gabel ausfedert.
Einige Federgabeln (Rock Shox Reba) haben am unteren Gabel-Ende
(Siehe Bild) eine
Negativ-Luftkammer. Überprüfen Sie auf diesen Luftdruck mittels
Pumpe.
Den richtigen Luftdruck bezogen auf Ihr Körpergewicht finden Sie
in der
Bedienungsanleitung des Gabel-Herstellers. In der Regel ist
der um ca. 3 BAR niedriger.
Position und Farbe des Einstellrades für die Zugstufe sind unterschiedlich
von Hersteller
zu Hersteller.
Bei Rock Shox: Rot rechts unten (Siehe Bild). Manitou: Blau rechts
unten.
Fox: Rot rechts oben. Marzocchi: Farbe unterschiedlich (rechts
unten).
Ist die Zugstufe ausgeschaltet (ganz aufgedreht) federt die Gabel
schnell aus und würde
im Gelände unkontrolliert springen. Ist die Zugstufe zu langsam
eingestellt (ganz zugedreht)
federt die Gabel zu langsam aus und kann bei Schlägen im Gelände
nicht reagieren.
Um die entsprechende Geschwindigkeit einzustellen, drehen Sie die
Zugstufe zuerst mal
ganz zu. Die Richtung ist mit Symbolen gekennzeichnet.
Drücken Sie jetzt die Gabel zusammen und lassen Sie den Lenker wieder
los.
Die Gabel geht jetzt langsam aus dem ein gefederten Zustand zurück
in die Ausgangsstellung.
Jetzt an der Zugstufe drehen, nur Rasterung für Rasterung und dabei
die Geschwindigkeit prüfen.
Die Ausfeder-Geschwindigkeit solle so sein, dass das Vorderrad fast
vom Boden abhebt .
Die Einstellungsschraube für die Zugstufen-Dämpfung ist in der Regel
rot gekennzeichnet.
Sie können die Ausfeder-Geschwindigkeit auch mit dem so genannten
Bordstein-Test prüfen.
Auf das Bike setzen und den Bordstein runter fahren, dabei sollte
die Federgabel nicht mehrmals nachfedern.
Zur Feinabstimmung der Hinterrad-Federung siehe Seite
» Fahrwerk abstimmen